Obsidian-based Klausur: Wissensmanagement-Software in Seminar- und Klausursituationen einsetzen

Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens sind zentraler Baustein für den Studienerfolg. Das Erschließen komplexer Zusammenhänge, sowie die Versprachlichung bzw. Verschriftlichung dieser, sind zentrale Problemstellungen der Studierenden. Gleichzeitig sind gerade in einer digital vernetzen Welt die Fähigkeiten des Suchens und Findens, sowie des kritischen Einordnens von Informationen besonders wichtig. Das Prüfprojekt setzen hier an und untersucht wie Wissensmanagement-Software (Obsidian) in der Lehre eingesetzt werden kann. Obsidian ist ein Programm, das die Vernetzung von Wissen nach dem Konzept von Luhmanns Zettelkasten abbildet. Im Sinne des ‚linking your thinking‘ bildet Obsidian eine nicht-lineare, modulare, vernetzte und digitale Struktur der Wissensorganisation. Mithilfe der Programmanwendung im Seminarkontext entwickeln die Studierenden wissenschaftliche Lesekompetenz, die besonders auf die Analyse von Textstrukturen, sowie auf die Aufeinander-Bezogenheit von Texten (polytextuelle Lesekompetenz) fokussiert.

In einem zweiten Schritt soll innerhalb des Projektes evaluiert werden, wie sich Klausuren mit Obsidian gestalten lassen. Der Rückgriff auf bestehende Textbausteine wurde bisher in der Klausursituation nicht erprobt, ist jedoch ein innovativer Ansatz des Prüfprojektes ‚Obsidian-based-Klausur‘. Hierdurch bietet sich die Möglichkeit nicht nur eine Reproduktion von Wissen in der Klausursituation zu prüfen, sondern eine kritische Bewertung und Veränderung studentischer Texte in der Prüfsituation abzubilden. Durch die Verwendung des Programms im Seminarkontext und dessen Einbezug in das Prüfformat Klausur können sowohl Kompetenzen im wissenschaftlichen Schreiben geprüft, sowie die digitalen Kompetenzen der Studierenden erweitert, werden.

Projektdurchführende:

Rebecca Schmidt (Fakultät für Kulturwissenschaften, Soziologie, Universität Paderborn)